„Ja, das ist eine ganz interessante Entstehungsgeschichte! Zuerst haben wir, also die Silvia [Anm.: Silvia Frech, die Heimleiterin] und ich, lediglich darüber gesprochen, dass es heuer eine schöne Sache wäre, ein Lebkuchenhaus zu bauen. Zuerst dachte ich „Ach, und unser Marterl aus Lebkuchen dazu wäre auch nett!“ und als ich mir dann extra ein Buch zu diesem Thema gekauft bzw. im Internet auch noch weiter recherchiert habe, wurde die Idee noch um eine Kirche und später das ganze restliche Dorf erweitert.“

erzählt Monika Bäck, die Leiterin der Altenheim-Küche, über die Entstehung des Lebkuchendorfs.

 

Rasch wurde mit Renate Voglhuber eine zweite, engagierte Mitarbeiterin gefunden und gemeinsam die ersten Pläne für das gewagte Vorhaben geschmiedet.

Monika Bäck: „Ich hab mich zuerst auf den Mittelpunkt des Dorfes, die Kirche, konzentriert  und danach auf das Marterl, welches übrigens eine 1:1 Nachbildung nach unserem richtigen Heim-Marterl ist.“

 

 

„Und ich habe zur gleichen Zeit das moderne Haus [Anm.: das vor der Kirche steht], einen Teil der Bäume und den dazugehörigen Teich gemacht. Und zum Abschluss auch noch den Lebkuchenbehang, der jetzt im Advent von der Landjugendgruppe auf unseren Altenheimchristbaum gehängt wird.“ ergänzt Renate Voglhuber.

 

 

Nach knapp vier Wochen akribischer Arbeit in der Altenheimküche und daheim war das Dorf fertig.

 

 

„Und um die Dorfidylle noch einmal mehr zu betonen, haben wir noch einige Kinderfiguren miteingebaut, die das winterliche Dorfleben mit z.B. Ski- und Schlittenfahren voll und ganz auskosten.“ sagen die beiden Baumeisterinnen.

 

 

Auf die Frage, welche Arbeiten besonders heikel waren bzw. welche Detailausarbeitung am allermeisten Spaß gemacht hat, antworten die beiden: „Die größte Herausforderung war die Tatsache, dass ein Arbeiten in dieser Größenordnung so noch nie von uns gemacht wurde und sich manche Materialien und Verzierungen als sehr, sehr filigran herausgestellt haben. Besonders hervorzuheben ist vielleicht unsere Absicht, dass wir bei den Gebäuden unbedingt moderne Baustile [Anm.: die Kirche z.B.] und Traditionelles [Anm. der Schweinestall oder der Schwimm- bzw. Löschteich] mischen wollten. Auch das offene Plumpsklo hat schon für so manchen herzlichen Lacher gesorgt.“

 

Ein großes Dankeschön möchten Monika Bäck und Renate Voglhuber auch noch ihren anderen Helfern ausrichten: der Karin und der Lucia für das Mitdekorieren und Ausschmücken des Schaufensters inklusive des hügeligen „Dorfgrundstücks“ bzw. allgemein auch dafür, dass die beiden so würdiges und engagierte Dekorations-Nachfolgeteam für die inzwischen pensionierte Kollegin Margarete Pramberger sind. Und auch dem Hausmeister Franz möchten sie für die extra noch angefertigte „Tischvergrößerung“ danken.

 

„Im Vordergrund stand für uns bei der Idee rund um das Lebkuchendorf, dass wir für alle Besucher, Bewohner und KollegInnen etwas schaffen wollten, das einerseits einfach und frei zugänglich ist und andererseits nur so vor lieben und idyllischen Details strotzt. Ja vielleicht bauen wir es nächtes Jahr in der Adventzeit sogar noch um das eine oder andere Detail aus.“ sagen Monika Bäck und Renate Voglhuber zum Abschluss unseres Interviews.

 

(das komplette Küchenteam)